MARTINimFRITZ

Ein Fels in der Brandung,

dieser Martin von Tours. Statt am hohen Roß zu verweilen, teilte er mit einem Bettler seinen Mantel*. Der Martinstag (11.11.) markiert aber auch das Ende des bäuerlichen Jahres. Der neue Wein reifte bereits in den Kellern, das Vieh wurde von den Weiden in die Ställe gebracht – der Tierbestand, der nicht durch den Winter gefüttert werden konnte, wurde geschlachtet und verarbeitet. Fett, Schmalz und Eier wurden eingelagert, um in der kalten Jahreszeit verbraucht zu werden. Der 11. November war zudem der letzte Tag vor dem Beginn der eher humorlosen Fastenzeit und wurde dementsprechend kalorienreich gefeiert – wer die Burgenländer kennt oder gar selbst einer ist, sollte jetzt das bekommen, was die zentrale Unterlage jedes genussvollen Handelns ist: Guster. An diesem Tag wurde aber auch eine weniger appetitliche Sache fällig: die Entrichtung des traditonellen Zehnten. Diese Steuer wurde früher in Naturalien beglichen, unter anderem mit Gänsen, denen man auch zuschrieb, an der Ernennung zum Bischof des Martin von Tours durch ihr aufgeregtes Schnattern, das sein Versteck verriet, beteiligt gewesen zu sein (Martin hatte Demut vor der großen Aufgabe). Ein großer Mensch als Schutzpatron des Burgenlandes!

* in diesem Sinne teilt auch das FRITZ. Wir spenden aus Dankbarkeit für unser Wohlergehen der Pannonischen Tafel.

Duett von der Ganslbrust 10,50
Geräuchert & gebeizt, Pastinakenpüree und schwarze Nüsse

Dreierlei von der Gänseleber 14,60
Als Terrine, gebratene Creme und gebraten, Butterbrioche und Quitten

Die Ganslcremesuppe 4,80
Gansljunges, Grießknöderl, Gemüse

Das Martinigansl 22,80
Gebratenes burgenländisches Freilandgansl, gefüllter Bratapfel, zweierlei Kraut, zweierlei Knödel

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